KoiAzukari Koi

Was ist ein Azukari? 

Azukari bedeutet „Kundenfisch“ in der Definition des Koi-Züchters. Händler oder deren Kunden nehmen je nach Qualität und Alter des Koi das Angebot wahr, um diesen für mindestens eine Saison beim Züchter aufzuziehen. Dabei soll ein optimales Wachstum sowie eine Farbentwicklung im Mudpond (Naturteich) erzielt werden.


Ist ein Azukari für jeden Käufer die richtige Wahl? Es gibt diverse Punkte dabei zu berücksichtigen. Die Ausgangsbasis ist, dass der Züchter keinerlei Haftung für den Koi übernimmt. Man sollte auch nicht den Fehler machen, die Erwartungen an die Aufzucht zu hoch zu schrauben, da sie auch einige Risiken beinhaltet.


Pro und contra zum Kauf eines Azukari-Koi


Was spricht dafür?
Bei verschiedenen Varietäten, wie z.B. die Königsklasse „Gosanke“ (Kohaku, Sanke, Showa), wird bei der Aufzucht in Japan die Farbentwicklung sowie die Hautqualität durch die besondere „Montmorillont“ Tonerde in den Mundponds, ein vielfaches besser sein, als in Europa. Weiter kommt hinzu, dass der Koi für seine Entwicklung ein Wasservolumen zur Verfügung hat, welches in keinster Weise mit unseren Bedingungen zu vergleichen ist.

Teilweise sprechen wir von kleinen Seen, in denen nur wenige Koi heranwachsen und diesbezüglich optimale Voraussetzungen für Wachstum und Entwicklung vorfinden. Durch eine fünf- bis sechsmalige Fütterung pro Tag, wird ein sehr gutes Wachstum erzielt, ohne, dass der Koi zu Fettleibigkeit neigt, da ausreichend Bewegungsfläche vorhanden ist. So kann ein zweijähriger Koi durchaus 20-30 cm Wachstum in einer Teichsaison erzielen.

Wenn man überhaupt von einer Wertsteigerung beim Koi sprechen kann, ist sicher der Azukari Koi ein ideales Angebot. Kauft man einen zweijährigen, der preislich in vielen Fällen noch erschwinglich ist, kann sich die Wertsteigerung innerhalb eines Jahres in Japan schnell vervielfachen, vorausgesetzt der Koi erfüllt alle auf ihn gesetzten Erwartungen. Dies wird Ihnen aber niemand garantieren!


Was spricht dagegen?
Auf Grund der geografischen Lage ist Japan ein Land, welches ständig mit Naturkatastrophen zu kämpfen hat. Erdbeben, Tsunami oder Taifune sind eine ständige Gefahr für die Inselbewohner. Das gilt auch für die Koi-Aufzucht in den Mundponds, die ebenfalls den Naturgewalten ausgesetzt sind. Das sind die Gründe dafür, warum kein Züchter für ein „Azukari Koi“ Verantwortung übernehmen möchte.

Neben den Naturgewalten gibt es aber noch weitere Risiken, die es zu berücksichtigen gilt.

Nicht jeder Koi wird die in ihn gesetzte Hoffnung erfüllen, eine perfekte Entwicklung zu erzielen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es hochgelobte Blutlinien sind, denn gegen den Lauf der Natur können wir uns nicht stemmen, selbst wenn es 99 Mal gut gegangen ist. Ferner ist nicht zu vergessen, dass es sich um Lebewesen handelt, die erkranken oder sterben können.


Schlussendlich sollte sich ein Koi-Liebhaber genau darüber im Klaren sein, bevor er die Entscheidung trifft den Koi zur Aufzucht in Japan zu belassen, was ihm nach einem Jahr erwarten kann. Denn die Natur wird ihren eigenen Weg gehen, ohne unsere Wunschliste zu berücksichtigen.


Wichtig beim Kauf des Koi/Azukari:


- der angebene Preis ist der Kaufpreis für den Koi inkl. Pondcharge in Japan
- zu diesem Preis kommen noch die Kaufnebenkosten dazu:
  * Transportkosten, Frachtabwicklung, Verzollung, MwSt
  * auf Wunsch: Quarantäne bei uns, Pauschale für Tierärtzliche Untersuchungen, 2 x KHV Test


Der Preis des Koi muss beim Kauf zur Gänze bezahlt werden. Die Nebenkosten werden seperat nach Ankunft des Koi in Rechnung gestellt.


Das Risiko für Verlust im Mudpond, während der Zeit beim Züchter sowie beim Transport/ Quarantäne trägt alleine der Eigentümer


Für diesen Koi ist ein Video vorhanden das wir auf Wunsche gerne zusenden