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Die Lochkrankheit (Erythrodermatitis)

Die Lochkrankheit (Erythrodermatitis)

Artikel-Nr.: 05.05.2018
der Schrecken aller Koibesitzer

Beschreibung

Haben Sie das auch schon bei sich am Teich erlebt? 

Gestern hatte der Koi nur eine entzündete Schuppe- kein Grund zur grossen Sorge - heute sind es schon deutlich mehr- und in paar Tagen ist alles grossflächig entzündet.

Mit solchen Entzündungen ist nicht zu spassen. Hier gehört sofort gehandelt, denn Abwarten kann für den Koi böse enden. 

Auch beim Zusetzen neuer Koi sollte man grösste Vorsicht um Umsicht walten lassen. Denn auch hier treffen völlig unterschiedliche Bakterienstämme aufeinander, die sich möglicherweise nicht auf anhieb vertragen. Daher empfehlen wir wenn immer möglich eine seperate Quarantäne zu machen.

Einige Koi haben schon wieder mit der Lochkrankheit (Erythrodermatitis) zu kämpfen. Die bakterielle Erkrankung wird meist durch Aeromonaden ausgelöst und kommt nicht selten nach einer kalten Überwinterung an den bereits geheilten Stellen aus dem Vorjahr wieder zurück.

Ganz offensichtlich haben diese Koi Probleme, ihr Immunsystem gegen die Bakterien ausreichend in Stellung zu bringen. Wir wissen, dass gerade Aeromonasbakterien einige tückische Strategien besitzen, um einer Antibiotikabehandlung zu widerstehen und daher sehr überlebenstüchtig sind. Und dass sie auch sehr überlebensfähig in Koiteichen sind. Daher muss eine neue Behandlung auch ein neues Antibiogramm umfassen und eine Wasserdesinfektion ist sicher ebenfalls erforderlich.

Werden diese Lochkrankheiten immer wieder antibiotisch behandelt, entstehen neue Resistenzen bei den Bakterien und daher kann man sich nicht darauf verlassen, dass das, was im Vorjahr funktioniert hat, auch diesmal wirkt. 

Tierärzte sind bei der Anwendung von Ausnahmesubstanzen bei den Antibiotika in der Pflicht. Das heißt, dass sie ein Antibiogramm als Begründung brauchen, um derartige Mittel einsetzen zu dürfen. Das bedeutet daher für alle Koifreunde, die mit bakeriellen Problemen zu kämpfen haben, dass sie frühzeitig einen Tierarzt einschalten sollten, damit möglichst schnell eine wirksame Behandlung möglich wird.