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Filter im Winter?

Filter im Winter?

Artikel-Nr.: 03.12.2018
Das solltet Ihr bedenken

Beschreibung

Bei Teichen, die im Winter nicht abgedeckt und ohne Isolierungsschicht auf der Wasseroberfläche überwintern, sollte der laufenden Filter gedrosselt oder umgeleitet werden. Unter natürlichen Umständen setzt sich unter 4 °C Wassertemperatur das kälteste Wasser an der Oberfläche ab und friert dort evtl. auch ein. Am Boden des Teiches befinden sich die Fische bei 4°C, der lokal wärmsten Wassertemperatur und halten Winterruhe. Läuft das Wasser wie im Sommer mit derselben Durchflussmenge und Strömung durch den Filter in den Teich, werden die unterschiedlich kalten Wasserschichten verwirbelt und miteinander vermischt. Das führt dazu, dass es am Boden des Teiches auch unter 4°C fallen kann und in speziellen Fällen sogar einfrieren kann. Für die Koi-Karpfen gibt es dann keinen Zufluchtsort im Teich mehr. 

 Auch starke Sauerstoffausströmer können, wenn Sie am Boden des Teiches platziert werden, eine solche Wasserschichtenverwirbelung bewirken. Eine ständige Temperaturmessung des Teichbodenwassers wird dringend empfohlen. 

 Sollte der Filter im Winter komplett stillgelegt werden, so muss am Anfang des Frühlings daran gedacht werden, dass auch die biologische Filterung wieder einsetzen muss. Die Biologie des Filters ist in den Wintermonaten abgestorben und muss sich nun wieder von neuem bilden. Dabei kann es auch zu problematischen Wasserwerten kommen. Nitrit oder Ammoniak können, abhängig von pH-Wert und Wassertemperatur, den Fischen großen Schaden zufügen oder sie zumindest so sehr schwächen, dass der Weg für andere Krankheitserreger geebnet wird. Auch genau aus diesem Grund ist das gründliche Reinigen der Filtermaterialien, die zur biologischen Filterung dienen, absolut zu vermeiden. Dies gilt auch für den Rest des Jahres.