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KHV- das totbringende Virus

KHV- das totbringende Virus

Artikel-Nr.: 20.12.2018
Es ist und bleibt eine Momentaufnahme

Beschreibung

KHV Untersuchungen gehören zum Standard der Probennahme bei Koi. Die erste Untersuchungen werden gemacht bevor die Koi in Japan ins Shipment gehen. Nur mit einem negativen Befund erfolgt die Freigabe für den Export.


Die zweite Untersuchung erfolgt dann beim Händler in der regel 24-48 Stunden nach der Ankunft. Die Tiere sind noch sehr gestresst vom Transport und somit ist der Zeitpunkt jetzt ideal um Proben zu ziehen.
Trotzdem ist die Antwort wie so oft bei lebenden Tieren nicht so leicht. Denn man kann nach den Untersuchungen mit der PCR Methode zwar über eine Kiemenprobe sagen, dass dort kein Koiherpesvirus (KHV) nachgewiesen wurde, aber das heißt nicht, dass der beprobte Koi mit 100%iger Sicherheit kein KHV hat.

Es ist eben ein Unterschied, ob man kein Viruserbgut nachweisen kann oder ob es im Koi nirgendwo ein KH-Virus gibt. Wollte man die 100%ige Aussage „KHV negativ“ haben, dann müsste man alle Koi töten und sie von „Kopf bis Fuss“ untersuchen. Das wäre dann zwar sicher, aber es hilft für unsere Zwecke überhaupt nicht weiter.


Wie so oft im Leben ist es daher so, dass nur der Nachweis des KH-Virus, also eine Probe, die KHV positiv ist, eine sichere und verlässliche Aussage darstellt. Wenn KH-Virus Erbgut nachgewiesen wurde, dann war das Virus mit Sicherheit auch in der Probe.


Warum solche Spitzfindigkeiten wichtig sind? Seriöse Händler lassen sehr viele Tiere untersuchen, um so sehr es geht eine sichere Aussage machen zu können. Jeder Koi mehr, der nach starkem Stress (wie z.B. Transport von Japan nach Deutschland) beprobt wird, verbessert den gesamten Blick auf den Bestand.


Deshalb empfehlen wir beim Koikauf den neuen Besitzern unbedingt eine Quarantäne bei sich zu machen. Und im Idealfall nach dem Transport zu Hause innerhalb 24 Stunden noch eine erneute KHV Probe durch den Koidoc ziehen zu lassen. Den was bedeutet eine kleine Gebühr für die Untersuchung wenn dadurch der ganze Bestand geschützt werden kann.