News

Konditionierung von Koi

Konditionierung von Koi

Artikel-Nr.: 25112018
was ist damit gemeint?

Beschreibung

Die richtige, bedarfsgerechte und ausgewogene Ernährung/ Fütterung von Koi ist eine kleine Wissenschaft für sich. Es ist ein so wichtiges Thema, mit dem man sich intensiv beschäftigen sollte, wenn man Koi gesund und fit halten will. Selten funktioniert das mit zwei Futtersorten- eine für Sommer, eine für Winter. Das Thema Futter ist so komplex, aber elemtar für die Koihaltung. Leider befassen sich nicht alle Koihalter mit dieser Thematik. Besonders das Thema "Konitionierung für den Winter/ Frühjahr" ist viele ein Buch mit sieben Siegeln.
Vor allem für Neueinsteiger in das Koi-Hobby ist richtiges Konditionieren der Fische vor dem Winter ein wichtiges Thema. Konditionieren bedeutet, kurz gesagt, dass man den Koi-Karpfen einen Puffer für den Übergang zwischen Sommer und Winter bzw. Winter und Sommer anfüttert.
Auch in der Karpfenteichwirtschaft ist das Konditionieren ein zentrales Thema im Jahresverlauf der Produktion. Wichtig ist es, weil die angelegten Körperfettreserven entscheidend dazu beitragen, unvorhersehbare Belastungen der Fische in der Winterruhe abzufangen. Temperaturwechsel innerhalb kurzer Zeit, Krankheitserreger, lange Überwinterungen bei kalten Temperaturen und andere Faktoren können zu diesen Belastungen zählen. Bei ansteigenden Wassertemperaturen im Frühjahr verbraucht der Koi-Karpfen eine Menge seines Körperfettes dafür, sich mit seinem Stoffwechsel den steigenden und besonders den schwankenden Temperaturen anzupassen.

Ein häufig auftretender Fehler bei der Konditionierung ist die Annahme, dass im Herbst damit begonnen werden sollte. Da die Wassertemperaturen dann häufig bereits unter 15°C liegen, ist die Futteraufnahme und -verdauungsfähigkeit der Fische schon teils stark reduziert. Deshalb müssen die Fische im Herbst bereits eine gute Kondition aufweisen. Während der Sommermonate mit 21-25°C Wassertemperatur sollte man die Fische mit entsprechend gehaltvollem Sommerfutter füttern.

Allerdings bekommen wiederum zu intensiv (mit zu hohem Fettanteil) gefütterte Koi-Karpfen gesundheitliche Probleme, daher darf es mit der Fütterung im Sommer nicht übertrieben werden. Denn bei Wassertemperaturen über 25°C nimmt der Sauerstoffgehalt des Wassers ab. Eine zusätzliche Belastung durch viel Kot und Futter senkt den Sauerstoffgehalt des Teichwassers weiter. Zudem steigt bei höheren Temperaturen auch die Giftigkeit von Ammoniak im Wasser an und es kann schneller zu Vergiftungserscheinungen kommen.