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Parasiten in der kalten Jahreszeit

Parasiten in der kalten Jahreszeit

Artikel-Nr.: 05.11.2018
Wissenswertes dazu

Beschreibung

Der Herbst bringt für die Koi auch das ein oder andere Problem mit. Die Temperaturen fallen schnell ab und die Koi müssen zeitweise Temperatursprünge von 5°C und mehr über sich ergehen lassen. Das Laub der Blätter verunreinigt das Wasser und man sieht auf einzelnen Koi einen gräulichen Belag. Manch einer springt oder scheuert sich am Boden. 

Wir sind jetzt in einem Temperaturbereich angekommen, der nicht der Vorzugstemperatur von Koi-Karpfen entspricht. Das Immunsystem arbeitet schwächer und die krankheitsspezifischen Abwehrzellen kommen unter 16°C langsam zum Stillstand. Gerade jetzt droht die Gefahr, dass sich Krankheitserreger, wie beispielsweise Ekto(=Außen)parasiten, auf den Fischen einnisten.  

Diese Ektoparasiten können Einzeller oder Mehrzeller sein. Zu den Einzellern gehören die Wimpertierchen wie etwa Trichodina oder Chilodonella. Ichtyobodo necator, umgangssprachlich auch Costia genannt, gehört zu den einzelligen Flagellaten. Zu den mehrzelligen Ektoparasiten zählen Haut- und Kiemenwürmer Gyrodactylus und Dactylogyrus. All diese Parasiten werden Schwächeparasiten genannt, da sie den Fischen i.d.R. nur schaden, wenn diese geschwächt sind und ihr Immunsystem die Parasiten nicht abwehren kann. 

Für unseren Teich bedeutet dies, dass eine Besiedlung durch Ektoparasiten bei schnell sinkenden Wassertemperaturen eine Belastung für die Fische sein kann. Werden Parasiten nicht abgewehrt, können sie sich ungehindert auf den Fischen vermehren, solange, bis es auch ihnen zu kalt wird. Ist die Zeitspanne bis dahin zu groß, kann es u.U. auch zu Todesfällen kommen. Daher ist ein letzter Gesundheitscheck im Herbst sinnvoll. Muss man die Fische behandeln, so muss dies bei über 12°C Wassertemperatur geschehen, da einige Medikamente unter 12°C giftig auf die Fische wirken.