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Warum sollte man ein Notfallbecken haben?

Warum sollte man ein Notfallbecken haben?

Artikel-Nr.: 02.01.2019
.. weil ein Notfall immer unpassend kommt

Beschreibung

Wer hat das nicht schon einmal selbst erlebt: Ein Koi muss aus Krankheitsgründen seperat gesetzt und behandelt werden. Und nun? Wohin? Wo so schnell ein geeignetes Becken hernehmen? 

Darum sind wir dafür, das auch Ihr als Hobbykoihalter auf solche "Notfälle" vorbereitet sein sollt. Auch für die Quarantäne neuer Koi. Denn in einem kleinen Becken behandelt es sich einfacher, kostengünstiger und schonender für den Koi.

Medizinische Behandlungen von Fischen können nicht immer unter Teichbedingungen durchgeführt werden und erfordern häufig ein Separieren von einem oder mehreren Koi. Das kann z.B. den Grund haben, dass eine Einzeltiererkrankung vorliegt und eine Behandlung des gesamten Bestandes eine ungerechtfertigte Belastung für die gesunden Fische darstellen würde. Zum anderen kann es sein, dass die Therapie des Fisches temperaturabhängig ist. Vor allem im Frühjahr und im Herbst, wenn die Wassertemperaturen nicht konstant und eher kalt sind, kann ein Separieren in eine Notfallquarantäne von Nöten sein.

Eine größere Hautwunde, die evtl. auch genäht werden muss, kann von allein nicht bei Temperaturen unter 15°C im Teich abheilen. Ein spät entdeckter Parasitenbefall, der sich nur auf einen oder wenige Koi beschränkt, kann ein Grund sein, warum die betroffenen Fische aus dem Teich in eine Innen-Quarantäne verbracht werden müssen. Denn formalinhaltige Präparate dürfen unter einer Wassertemperatur von 10°C nicht angewendet werden. 

Darüber hinaus fördert die Innenhälterung mit einer höheren Temperatur die Abwehr des Fisches gegen die Krankheitserreger und beschleunigt gleichzeitig die Heilung des verletzten Gewebes. Sollte therapeutisch ein Aufsalzen des Wassers auf 0,5% nötig sein, so kann auch dies in einem Quarantänebecken durchgeführt werden. Und nicht zuletzt können instabile Teichwasserwerte leichter wieder in Griff bekommen werden, wenn ein Teil der Fische für einen Zeitraum von wenigen Tagen oder Wochen aus dem Teich entfernt werden.

Wichtig ist, in Notfallquarantänebecken täglich das Wasser zu wechseln, besonders dann, wenn kein eingefahrener Filter/Filtermaterialien verfügbar ist. Die Wasserwerte sollten täglich kontrolliert werden. Selbstverständlich sollte die Temperatur des gewechselten Wassers der des entnommenen Wassers entsprechen.