Was der Mai für Probleme bringen kann

Was der Mai für Probleme bringen kann

Artikel-Nr.: 20.06.2019
Nicht immer ist alles so schlimm

Beschreibung

Da freut man sich auf den Sommer und ist frh das alle Koi debn Winter und das Frühjahr gut überstanden haben- und dann plötzlich fangen die Probleme an.

Wir haben mal die Punkte zusammengefasst mit denen wir immer wieder von Kunden konfrontiert werden...

1. Plötzlich liegen alle Koi an einer Stelle im Teich dicht gedrängt wie im Winter. Dies obwohl die Wassertemperatur bei 13 Grad deutlich über den Wintertemperaturen in diesem Teich lag. Einer oder zwei Koi hatten nach dem Winter schon abstehende Schuppen und lagen schräg sobald die Wassertemperaturen sanken. Des Rätsels Lösung ist erstaunlich einfach: Alle Koi befanden sich an der Stelle, an der etwas beheiztes Wasser aus der Filteranlage kam. Schon ein wenig mehr an Temperatur hat sie alle an diese Stelle gebracht. Das zeigt: Koi sind in der Lage, sich selbst zu helfen und die Wassertemperaturen sehr wohl zu "messen". Für mich folgt aus dieser Beobachtung auch, dass es den Koi in diesem Teich eindeutlich zu lange zu kühl war. Gut, wenn dann eine kleine Heizung wenigstens lokal etwas Erwärmung bringt. 

2. Neue Koi bei 12 Grad Wassertemperatur. Wie in jedem Jahr konnten sich manche Händler und Koifreunde im April absolut nicht zurückhalten. Koi wurden nach dem Motto: "Bei mir sind sie auch bei nur 12 Grad" wieder durch die ganze Republik gehandelt. Wer da Probleme bei seinem Altbestand bekam, muss sich nicht wundern! Nach einem kalten Winter und einer sehr kurzen Zeit der Erwärmung haben die Fische eben noch kein gut arbeitendes Immunsystem und sind weit davon entfernt, mit den neuen Koi gebrachte Bakterien, Viren oder Parasiten locker wegzustecken. Viele Todesfälle hätte man mit etwas Geduld und gesundem Menschenverstand vermeiden können. 

3. Juckreiz, Scheuern, Springen: Immer ein Thema im Mai - und nicht selten ganz ohne Parasitenbefall. Mehr als die Hälfte meiner Patienten hatten jedenfalls keine nachweisbaren Probleme aus diesem Themenkreis. Luftdruckschwankungen, Laichzeit (ja, die ersten Koi haben bereits abgelaicht!) und Kiemenprobleme durch schlechte Wasserqualität waren sehr häufige Diagnosen. Was man daraus lernen könnte? Nicht immer gleich mit FMC rangehen oder nach einer Wurmkur fragen, sondern eine sichere Diangose stellen. Kann den Koi und dem Teich unnötige Behandlungen ersparen.