Kleine Varietätenkunde: Sanke

Kleine Varietätenkunde: Sanke

Artikel-Nr.: Sanke
So ist er vom Showa zu unterscheiden

Beschreibung

Auch beim Sanke kommen bei der Zucht einige weitere Varietäten zum Vorschein. Es ist interessant -schaut mal, welche das sind. 
 Am einfachsten definiert sich ein Sanke als Koi mit weisser Grundfarbe und einer großflächigen roten Zeichnung, die von meist kleineren schwarzen Flecken entweder erweitert oder belegt wird. Am Kopf sollte sich in der Regel beim Sanke kein Schwarz finden. Die Flossen sind entweder komplett weiß oder besitzen einige schwarze Streifen. Die schwarzen Streifen auf den Brustflossen nennt man bei Sanke "Tejima" beim Showa hat das Schwarz die Bezeichung "Motoguru" dies sollte eine kompakte schwarze Fläche sein. Also kann man jetzt schon recht gut einen Sanke von einem Showa unterscheiden.
 
Als Untervariante haben wir dann den beliebeten Tancho Sanke . Wie auch bei den anderen Varietäten kennt Tancho Sanke keine eigene Blutlinie sondern taucht in gewissen Stückzahlen immer bei der Zucht des normalen Sanke auf. Einzig die Tatsache, dass sich bei ihm das Rot auf einen möglichst runden Kreis am Kopf reduziert, macht ihn im Sprachgebrauch zu einem Tancho Sanke.  Der Tancho Sanke zeigt ansonsten keine rote Zeichnung am Körper.
Tancho übersetzt sich mit Kranich. Tancho werden zudem auf Ausstellungen immer in einer eigenen Klasse geführt.
 
Aber das war noch nicht alles:  Nimmt man von einem normalen Sanke das gesamte Rot, so verbleibt ein weißer Koi mit einer schwarzen Zeichnung am Körper, die gewöhnlich aus kleineren schwarzen Zeichnungselementen aufgebaut ist. Passiert dies, so wechselt dieser ‚Sanke‘ nicht nur die Familiie in der er geführt wird, sondern wechselt auch die Varietät: Er wird zum Shiro Bekko. Auch für Shiro Bekko gibt es heute keine eigene Blutlinie mehr, so dass die wenigen guten Koi die man zu dieser Varietät findet alle aus einer Sanke Zucht stammen.
 
Weiterhin kommt bei der Sanke Zucht noch der Aka Sanke zum Vorschein. Bei diesem dominiert die rote Zeichnung die weiße meist um über 90%. Überdeckt die rote Zeichnung zudem die weiße komplett, so wird der Sanke zu einem Aka Bekko - einem roten Bekko. Dieser wird mit dem Shiro Bekko zusammen in einer Klasse geführt. Doch ist das Wort Aka Sanke heute nicht mehr gebräuchlich.