Kleine Varietätenkunde: Showa

Kleine Varietätenkunde: Showa

Artikel-Nr.: Showa
Eine Varietät und soviel Vielfalt

Beschreibung

Der Showa zeigt unter seinen Nachkommen ein erstaunliches Varietätenreichtum. Die Bezeichung Showa ist so "herkömmlich" das man fast vergisst wie viele verschiedene Variationen es davon gibt und wie sie sich unterscheiden. 
 
Zuerst etwas zur Geschichte des Showa:
Der Showa, so wie wir ihn heute kennen, wurde irgendwann in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts geboren. Ein Koihobbyist namens Kobayashi kreuzte dazu zwei seiner für die damalige Zeit guten, jedoch nicht herausragenden Showa miteinander. Und die Nachkommen davon gelten bis heute als der Quantensprung dieser Varietät und sämtliche heute gezüchteten Showa gehen auf Umwegen mehr oder weniger auf diese Zucht zurück. Also recht beeindruckend wie die Erfolgsgeschichte des Showa begann.
 
Zur Zucht eines Showa:
Bei der Zucht des Showa bekommt der Züchter zunächst einmal Showa als Nachkommen. Dabei könnte man die Definition eines Showa ganz einfach ausgedrücken: Ein weißer Koi mit einer großen bis mittelgroßen und an Kopf und Körper ausgewogenen roten Zeichnung, auf der zusätzlich eine größtenteils zusammenhängende schwarze Zeichnung liegt. Also ganz einfach denkt man. 
Im Gegensatz zum Sanke befindet sich an Kopf und Körper des Showa Schwarz (Sumi), was dieser Varietät insgesamt einen dynamischen und mitunter auch dunklen Ausdruck verleiht. Dann gibt es noch die sogenannten Kindai Showa. Kindai übersetzt sich mit ‚modern‘ und soll auf eine Zeichnungsvariante des Showa hindeuten, bei dem nicht die rote und schwarze Zeichnung dominant ist, sondern die weiße Grundfarbe des Showa. 
Trotz dass sich auch bei diesen Koi das Schwarz an Kopf und Körper befindet, sind diese Koi sehr hell und elegant. Dies verleiht ihnen eine gewisse Leichtigkeit im Gegensatz zu den "herkömmlich" gezeichneten Showa.
Auf Austellungen werden Kindai Showa zusammen mit den normalen Showa in der Klasse der Showa geführt. Wie beim Sanke und Kohaku gibt es auch beim Showa die Zeichnungsvariante des Tancho Showa. Beim Tancho Showa befindet sich das einzige rote Zeichnungselement in Form eines möglichst runden roten Kreises am Kopf des Koi. Alle heute bekannten Tancho Showa stammen aus normalen Showa Blutlinien, eine eigene Blutlinie gibt es hier nicht, auch ist keine spezielle Zucht möglich. Ein Tancho Showa ist also immer ein "Zufallsprodukt", allerdings ein recht Seltenes. Aus diesem Grund sind Tancho Showa heiss begehrt und die richtig guten Vertreter haben meist auch recht stolze Preise. 
Auf Ausstellungen wird der Tancho Showa mit allen anderen Tancho Varietäten in der Familie Tancho gewertet. 
 
Wird ein Showa schließlich ohne rote Zeichnung geboren oder verliert er diese im Laufe seines Lebens, so wird er zum Shiro Utsuri. Auch wenn diese Shiro Utsuri ‚Quereinsteiger‘ in Sachen Wachstum und Körperform dem echten Shiro Utsuri gegenüber Vorteile haben, so sind sie meist nicht so elegant. Last but not least entwickeln sich manche, (aber wirklich nur manche) Showa im Laufe ihres Lebens zum Koromo Showa. Bei diesen Koi zeigt sich plötzlich auf roter Zeichnung die von Koromo bekannte netzartige Zeichnung. Dies ist ein Indiz dafür, dass der Showa in seiner Zuchtgeschichte irgendwann einmal Kontakt mit dem Asagi hatte. Koromo Showa werden auf Ausstellungen in der Familie der Koromo geführt. 
 
Theoretisch könnte noch der Hi Utsuri zum Vorschein kommen. Das wäre dann ein Showa bei dem die rote Zeichnung die weiße komplett überlagert. Diese Koi kommen bei der Zucht des Showa jedoch nicht vor.
Besitzt ein Showa jedoch eine sehr dominante rote Zeichnung, so spricht man vom Hi Showa. Ein "richtiger" Hi Showa hat immer einen weissen Bauch, ein echter Hi Utsuri dagegen eine orange bzw orangerote Unterseite. Deshalb ist ein genauer Blick nicht schlecht.
Dann gibt es natürlich noch eine weiter Untervarietäten wie Gin Rin Showa (die Glitzerschuppenvariante) sowie Gin und Kin Showa (Metallic- Variante). 
Ihr seid, Showa ist nicht gleich Showa - eine Familie und soviele Kinder. Und keiner ist wie der andere. Jeder ist durch seine Zeichnung ganz speziell. Meist kommt die Liebe zum Showa bzw zu den Go Sanke erst mit der Zeit wenn man sich intensiver mit dem Koihobby beschäftigt. Wenn die Entscheidung bei Euch zum Kauf eines Showa gefallen ist, solltet Ihr Euch beim Kauf genug Zeit nehmen. Und legt ein grosses Augenmerk auf Kriterien wie: Hautqualität, Body, Flossen etc.. und dann erst auf die Zeichnung. Und es lohnt sich - wie fast immer- das Budget bei den GoSanke nicht zu knapp zu messen :-)